Blogbeitrag von Sabine von Sinner
Die Kontrolle der dynamischen Okklusion spielt eine entscheidende Rolle bei der Sicherstellung einer ausgewogenen Okklusion. Dies wird durch Abrasionsfacetten erreicht, die in die Morphologie der semi-anatomischen Prothesenzähne von Candulor integriert sind und während der Unterkieferbewegungen eine harmonische Verteilung der okklusalen Abstützung und Kontaktebahnen gewährleisten.
Bei der Seitwärtsbewegung, welche die Balanceseite betrifft, ist darauf zu achten, dass ein Kontakt zwischen den palatinalen Höckern der oberen Molaren und den Höckern der gegenüberliegenden unteren Molaren besteht.
Diese Kontaktpunkte sollten zwischen den Zähnen 16 und 17 auf den Zähnen 46 und 47 beziehungsweise zwischen den Zähnen 26 und 27 auf den Zähnen 36 und 37 liegen. Dieser Kontakt gewährleistet die okklusale Stabilität während lateraler Unterkieferbewegungen.
Bei der lateralen Exkursion, welche die Arbeitsseite betrifft, ist es wichtig, einen Kontakt zwischen den bukkalen Höckern der entsprechenden oberen und unteren Prämolaren und Molaren herzustellen. Die erforderlichen Kontaktpunkte liegen zwischen den Zähnen 14 und 15 auf den Zähnen 44 und 45 beziehungsweise zwischen den Zähnen 24 und 25 auf den Zähnen 34 und 35. Dadurch wird eine optimale Funktion erhalten und gleichzeitig werden die dentalen Strukturen geschützt.
Bei der Protrusion ist es notwendig, auf jeder Seite mindestens zwei Führungsfacetten zu erreichen, vorzugsweise im Prämolarenbereich. Diese Facetten ermöglichen einen gleichmässigen und stabilen Übergang während der Vorwärtsbewegungen des Unterkiefers und verhindern Ungleichgewichte sowie übermässige Belastungen der Zähne.
Es ist jedoch entscheidend, eine ausschliessliche Führung über die Frontzähne oder Eckzähne zu vermeiden. Die Incisiven haben primär, eine ästhetische und phonetische Aufgabe und können in der dynamischen Okklusion zu Instabilität führen. Daher wird eine ausgewogene Verteilung der Kontaktpunkte über weitere Bereiche des Zahnbogens empfohlen, um Komplikationen vorzubeugen.
Durch die Einhaltung dieser Prinzipien lässt sich die Kaufunktion optimieren und gleichzeitig eine stabile sowie dauerhaft harmonische Okklusion sicherstellen.