01.01.2023
Unser Leben ist eine Reise. Ein Koffer für die Totalprothetik, einer für mich.
Oliver Benz, Teacher und International Head of Education der Swiss School of Prosthetics, hat sich für dieses Leben im Schulungstakt entschieden.

Oliver Benz, Teacher und International Head of Education der Swiss School of Prosthetics, hat sich für dieses Leben im Schulungstakt entschieden. In seinen Gedanken immer präsent ist seine Familie, egal wo und wie lange er gerade auf Kurs ist. So ein Leben braucht eine starke Energiequelle, einen geliebten Ort zum Heimkehren. Zahntechniker war und ist sein Traumberuf. Nach seinem Verständnis alter Handwerkstradition, startete er nach seiner Ausbildung, mit seinen Wanderjahren – sammelte viel und vor allem unterschiedliche Berufserfahrung in deutschen Laboren – und krönte diese mit der Meisterprüfung. Die Totalprothetik behielt er dabei immer im Blick.

Er justierte nach einem halben Dutzend Jahre seinen beruflichen Kompass neu und zwar in Richtung Dentalkeramik. Zunächst als Laborleiter im gewerblichen Labor, einschließlich zahntechnischem Coaching für Mitarbeiter und Kunden. Doch sehr bald wollte er mehr wissen, wagte und machte den Sprung in die Dentalindustrie. Ausschlaggebend waren seine Erfahrung, sein Können und seine Fähigkeit, Standpunkt und Problemstellungen sachlich und verständlich vertreten bzw. identifizieren und darstellen zu können. Er ging seinen Weg vom Produktspezialisten bis zum Key Account Manager, sammelte und reflektierte die neuen Managementaufgaben im In- und Ausland.

Totalprothetik ist anspruchsvoll und in hohem Maße emotional, je mehr man sich auf sie einlässt. Für manche Zahnärzte und Zahntechniker eine Königsdisziplin von hohem empfundenem Wert für alle daran Beteiligten. Technologisch ist sie wie kein wirtschaftliches Potentialthema. Die Digitalisierung, die spät einsetzte, wird mittlerweile intensiver vorangetrieben. Erforderliches Wissen, Können und wertvolle Erfahrung rund um die totale Prothese schwinden hingegen.

Know-how, handwerkliche Fertigkeit und die Erfahrung des Zahnarztes sowie des Zahntechnikers entscheiden über den Erfolg dieses Therapiemittels in besonderer Weise. Daran können auch noch so raffinierte Algorithmen der CAD- und CAM-Programme letztlich unwesentlich etwas ändern. „Der Patient steht doch im Mittelpunkt unseres Schaffens, ihm wollen wir Lebensfreude zurückgeben. Kieferkammanteile, Vertikalrelation durch Wiederherstellung aller okklusalen Stützzonen, das Wiederfinden und Festlegen der physiologischen Condylenposition, die Phonetik, die Kaufunktion und damit eine funktionierende, biologisch notwendige Vorverdauung, die Lippen-, Wangen- und Zungenstütze, die orofaziale Ästhetik, die Rot-Weiße-Ästhetik, dies gilt es zu rekonstruieren.“

Er las einen Bericht über eine neue Schule in Zürich, die totalprothetisches Wissen und Können zusammenträgt. Expertise bündelt und didaktisch aufbereitet, um es zu bewahren und global weiter zu geben, mit Gleichgesinnten und Interessierten zu teilen. Für Oliver Benz war und ist Wissens- und Fertigkeitsvermittlung stets eine „Herzensangelegenheit “ gewesen. Er begriff und begreift sie als integralen Bestandteil seiner Berufstätigkeit, seines Selbstverständnisses als Zahntechniker-Meister auf all ihren Gebieten.

„Ich konnte als Techniker und Meister viel Erfahrung sammeln. Auch und gerade in der Totalprothetik, zu einer Zeit, als die Regalfächer mit Arbeitsschalen und Prothesen-Aufträgen noch prall gefüllt waren. Auch die Meisterschule investierte damals viel Zeit und Aufwand in die Vermittlung des erforderlichen Wissens und Könnens zur Totalprothese. Ebenso habe ich immer wieder Gelegenheiten genutzt, eine fundierte und systematische Sicht auf die Totalprothetik zu entwickeln.“

Seit 2021 ist er als Head of Education Teil der Swiss School of Prosthetics der Candulor in Zürich. Er ist mit Engagement, Sachverstand und Augenmaß bei der Sache. Stets im Blick hat er die unterschiedlichen Bedingungen und Standards in den einzelnen Ländern für Kursteilnehmer und deren Teacher. Dabei hilft ihm seine Erfahrung im Ausland. Er hat sein Ziel und damit das ihn begeisternde und bewegende Kernthema gefunden. Das Konzipieren der Kurse, deren Inhalte und didaktische Struktur einerseits und andererseits das Coachen für die Teacherqualifizierung, das Organisieren und Managen der Swiss School of Prosthetics sowie das Leiten eigener Kurse. Es sind reizvolle und erfüllende Aufgaben zugleich. Die Koffer sind gepackt, die Prothetik- Reise kann weitergehen.

Vita Oliver Benz

Pressekontakt: Sara Marconcini – Marketing Manager

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